SEZ – Un/Möglichkeit einer Insel Vernissage: Freitag 28. August 18:30

Die Ausstellung zum derzeit heftig diskutierten und zum Abriss vorgesehenen Sport- und Erholungszentrum Berlin (SEZ), präsentiert neben zahlreichen bauzeitlichen Unterlagen, die die vielschichtige und brisante Entstehungsgeschichte des Baus zwischen Ost und West in der Frontstadt Berlin dokumentieren, auch das originale Architekturmodell des SEZ in seinem verwahrlosten Zustand, für dessen Restaurierung derzeit Spenden gesammelt werden.

Das Gebäude selber befindet sich durch Leerstand und „Fehlnutzung“ in einem vergleichbaren Zustand wie das Modell und öffnet aktuell ein weites Feld an Diskussionen über öffentliche und Dritte Orte, Orte der Daseinsvorsorge in der Stadt und die Notwendigkeit von architektonischem Substanzerhalt zur Bewahrung und Fortschreibung unserer kulturellen Identität, bis zu Fragen der Ressourcenökonomie in den Debatten um Erhalt, Weiterbau und Rückbau.

Die Ausstellung soll diese Debatte mit einem intensiven Blick auf die Architektur des Gebäudes, die Umstände seiner Entstehung und sein gesellschaftliches Spannungsfeld beleuchten. Sie dient als Materialsammlung und Leseraum, um diese Themen auch im Kontext der geplanten IBA Berlin 2034-37, die sich besonders dem Weiterbau und Umbau widmen möchte, kompetent zu verhandeln.

Kay Fingerle 2026; Titelbild: Ulrich Wüst 1980

Eröffnung: Freitag 28. August 18:30, im bauhaus reuse, Mittelinsel (Kreisverkehr)Ernst-Reuter-Platz, 10587 Berlin

Redner*innen

Grußworte:
Kerstin Faber
Vorsitzende Deutscher Werkbund Berlin

Sophie Plagemann
Künstlerische Direktorin Stiftung Stadtmuseum Berlin

Dr. Hanno Hochmuth
Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZFF) „Sport und Spiele. Wie der Westen in den Osten kam“

Prof. Kay Fingerle und Ludwig Heimbach Kuratoren der Ausstellung

29.8.–19.9.2026; Di–So 10–20 Uhr BHROX Bauhaus reuse Ernst-Reuter-Platz

https://www.bauhaus-reuse.de/index.php/content/sez-un-moglichkeit-einer-insel/