Salonica – Views of the Holocaust Museum of Greece in Thessaloniki

Am Samstag, den 15. Februar 2025 um 18:30 Uhr wird die Ausstellung „Salonica – Views of the Holocaust Museum of Greece in Thessaloniki“ in der Werkbund Galerie eröffnet. Sie präsentiert erste Einblicke in die Entstehung des Holocaust Museum of Greece. Seit 2018 wird es von den Architekturbüros EK A Efrat-Kowalsky Architects (Tel Aviv), Heide & von Beckerath (Berlin) und Makridis Associates (Athen/Thessaloniki) gemeinsam entworfen und geplant. Es befindet sich derzeit im Bau.
Die Präsentation in der Werkbund Galerie nähert sich dem vielschichtigen Kontext des Projekts aus unterschiedlichen Blickwinkeln anhand von Plänen, Modellen, Materialsammlungen und Publikationen. Im Februar 2023 in Thessaloniki entstandene Fotografien von Andrew Alberts ergänzen die Präsentation. Die Eröffnung findet unter Einführung von Tim Heide (Werkbund Berlin) und Ruth Ur (Chefkuratorin Holocaust Museum of Greece) statt.

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Werkbund Galerie 
Deutscher Werkbund Berlin e. V.
Goethestraße 13
10623 Berlin

19. Februar – 15. März 2025
Ausstellungszeitraum
Mittwochs und samstags 15.00 – 18.00 Uhr
und nach Vereinbarung

15. Februar 2025
18.30 Uhr
Eröffnung
Einführung
Tim Heide, Werkbund Berlin 
Ruth Ur, Chefkuratorin Holocaust Museum of Greece

8. März 2025
18.30 Uhr
Vortrag und Gespräch
„Untergang einer Lebenswelt. Juden und Jüdinnen in Thessaloniki zwischen Hellenisierung und Holocaust“
Dr. Ulrich Baumann, Historiker und Kurator, Stellvertretender Direktor Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Der Vortrag zeichnet den Weg Thessalonikis von einer multireligiösen, durch eine jüdische Mehrheit geprägten Hafenstadt im Osmanischen Reich hin zu einer christlich-griechisch dominierten Stadt in der Zwischenkriegszeit und schließlich zum Schauplatz systematischer nationalsozialistischer Verbrechen. Baumann zufolge spiegelt die Geschichte Thessalonikis wie ein Brennglas die Geschichte der europäischen Moderne bis hin zu ihren nivellierenden und gewalthaften Charakterzügen. 

Zum Referenten: Ulrich Baumann wurde 1967 in Trier geboren, ist Historiker und promovierte unter dem Titel „Zerstörte Nachbarschaften“ über das Zusammenleben von Juden, Katholiken und Protestanten in badischen Land- und Kleinstadtgemeinden (1862 – 1940). Von 1999 bis 2002 war er Mitarbeiter bei der Claims Conference, seit 2002 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator bei der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und mittlerweile deren stellvertretender Direktor. Zugleich arbeitet er an einem Publikationsprojekt zur Geschichte von (nichtjüdischen und jüdischen) Unternehmerinnen und Geschäftsinhaberinnen in Berlin zwischen 1900 und 1961.

15. März 2025
18.30 Uhr
Finissage